Erstfrühling – Das Gärtnern beginnt

Himmelschlüssel erheben ihre Blütenköpfchen- sie galten einst als die Schlüssel der Göttin Freya, mit der sie das Tor aufschloss, damit der Frühling eintreten konnte. Auch die Buschwindröschen blühen nun, und später, zur Tagundnachtgleiche, bricht aus dem schwarzen Geäst des Schlehdorns eine weiße Blütenpracht. Die Forsythie, einer der beliebtesten frühlingsblühenden Sträucher in unseren Gärten, blüht nun, ebenso wie die Kirsch-, Pflaumen- und Birnbäume. Johannis- und Stachelbeeren entfalten ihre Blätter.

Das Gärtnern beginnt

Nun, da die Wiesen vorerst zögerlich und dann mit zunehmender Wucht zu grünen anfangen, beginnt das eigentliche Gärtnerjahr. Der traditionelle Stichtag dafür ist der Tag der heiligen Gertrude, der 17.März: „Gertrude mit der Maus treibt die Spinnerinnen aus“- und zwar aus der Stube in den Garten. Die beliebte christliche Heilige, eine umfunktionierte heidnische Frühlingsgöttin, galt als „die erste Gärtnerin“ und Sommerbraut. Auch wenn die Nächte noch recht kalt sind, tut man ihr nach und beginnt nun mit der Aussaat der kältebeständigen Gemüse.

St. Benedikt ein alter Gärtnerheiligen

Sollte Gertrude sich sehr unfreundlich zeigen, dann hält der März einen weiteren Gärtnerheiligen bereit: Es ist „der Benedikt, der den Garten schmückt“. Sein alter Gedenktag fällt auf die Tagundnachtgleiche, den 21. März. Das ist übrigens ein guter Termin, die Sommerzwiebeln zu stecken, den „St. Benedikt macht die Zwiebeln dick“.

Weitere Tipps und Tricks findet ihr in meinem Buch

Umfassendes Praxiswissen zur Selbstversorgung rund um’s Jahr!

BLEIB AUF DEM LAUFENDEN: GESCHICHTEN, NEUIGKEITEN UND TIPPS VON WOLF-DIETER STORL

Empfohlene Artikel

Kommentar hinterlassen

0

Start typing and press Enter to search