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Mein Gartenjahr – Der Ostermonat April

Im April, wenn die Sonne von den Fischen in den Widder wandert, hat der Gärtner alle Hände voll zu tun.

Überall sprießt und sprosst es – am stärksten die Gartenwildkräuter. Die müssen fleißig gehackt oder gezupft werden, sonst würden sie die neuen Saaten überwuchern. Die Kulturpflänzchen haben es schwer, denn der April stürzt sie hin und her, zwischen heiß und kalt, Frost und knallende Sonne, und manchmal hagelt es. Irgendwann in April ruft der Kuckuck, der Narrenvogel, die Schwalben kommen wieder und das goldgelbe Schöllkraut signalisiert den Sieg der Sonne und der Lebenskräfte über die Todeskräfte.

„Bald trüb und rauh, bald licht und mild, ist der April des Menschen Ebenbild. “

Bauernregel

Das Osterfest

Ostern feierten schon die alteuropäischen Waldvölker und überhaupt die indoeuropäischen Völker. Ostern ist verwandt mit Osten, den dort geht die Sonne auf, das Licht, das die finstere Nacht vertreibt. Es ist das Fest der Morgenröte, die bei den Indoeuropäern als eine junge Göttin imaginiert wurde, die über das Land geht und mit jedem Schritt das Lebensgrün sprießen lässt. Sie ist die liebliche Göttin Ushas der vedischen Inder, die Aurora der Römer, die Eos der Griechen, die Easter der heidnischen Sachsen, die germanische Ostara. In der Vision der Seher galt sie als Tochter des Himmels und Schwester der Sonne. Jeden Morgen erscheint sie unserer Seele als strahlende Muse und bringt uns in den neuen Tag. Wenn unser Geist klar ist, können wir sie morgens, an der Schwelle zwischen Schlafen und Wachen sehen. (Das ist keine Einbildung, sondern ein wahrhaftes Sehen mit den Augen der Seele.)

Da das Jahr, wie ein großer Tag ist, erschient diese jungfräuliche Göttin auch im Jahreszyklus. Sie erscheint im Frühling mit dem neuen Licht, welches die Seele erfreut. Frisches Grün, bunte Eier und der flinke, fruchtbare Hase gehören ihr.

Der Gundermann mag die Menschen; es gibt kaum einen Garten, in dem er nicht wächst.

Gundermann

Die christliche Vision ist kein Widerspruch zu dieser Vision. Denn auch hier ist Ostern das Fest der Auferstehung des Lebens. Der schwere Stein des Materialismus wird weggerollt. Auch hier wird die Botschaft gebracht, dass unser Universum nicht nur aus Materie und unpersönlicher Energie besteht, sondern dass das Leben selbst Teil des Ganzen sind. Ja, dass sie sogar den Vorrang haben, dass sie unzerstörbar sind, dass sich nicht nur das Leben der Natur jedes Jahr erneuert, sondern auch unsere Seele rein, strahlend und voller Freude wieder aufersteht, nachdem alles düstere Leid überwunden ist.

Literaturtipp

Viele träumen davon, Selbstversorger zu werden und sich von dem zu ernähren, was im eigenen Garten wächst oder in freier Natur gesammelt werden kann. Ich tue dies seit Jahrzehnten. In diesem informativen Buch erzähle ich meine eigene Selbstversorger-Geschichte und gebe zahlreiche Informationen, Tipps und Anleitungen für den Eigenanbau von Gemüse, die Wildsammlung von Kräutern, für natürliche Schädlingsbekämpfung, die Herstellung von hochwertigem Kompost und vieles andere mehr. Dabei setze ich auf Nachhaltigkeit, Naturnähe und Ganzheitlichkeit.

Was Du jetzt tun kannst:

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Tipp: Knollensellerie und Gemüsefenchel können zwar leichten Frost vertragen, bilden dann aber keine fleischigen Knollen, sondern schießen eher in die Blüte. Deshalb pflanzt man die Setzlinge auch erst nach den Eisheiligen.

3 Dinge für den Garten im April

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