Meine Artikel

Vogelbeerbaum (Sorbus aucuparia)

Vogelbeeren und wilde Aprikosen

Vor einigen Tagen kam wieder einmal der tschechische Naturfreund, der gütige Herr Hašek, über den Berg gewandert und brachte mir zwei wunderbare Geschenke mit. Erstens ein kleines Bäumchen, eine Edeleberesche (Sorbus aucuparia var. edulis; S. aucuparia var. moravica), auch Mährischer Vogelbeerbaum genannt.
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Gemüseernte

Oktober – Der Weinmonat

Als Weinmonat bezeichnete Karl der Große den Oktober. Die Niederländer nannten den Monat „Aaerselmaend“, denn nun gehen die Tage deutlich rückwärts, beziehungsweise „ärschlings“. Nun fliegen die Vögel nach Süden: „Nach Sankt Gall (16. 10) schweigt der Vögel Sang und Schall.“ Das Vieh verlässt die Sommerweide und kommt in den Stall; auf dem Acker und im Garten herrschen Grau- und Brauntöne vor; kaum loderte der Herbstwald in den schönsten Farben auf, da fällt auch schon das Laub und bedeckt die Erde mit einer schützenden Mulchschicht.
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An der Schwelle zum Transhumanismus

Eigentlich hängt einem das Thema zum Hals heraus, aber es muss noch mal gesagt werden: Viren, auch die Corona-Viren, sind keine Aliens. Sie haben unsere Entwicklung seit Urzeiten begleitet. Sie waren und sind wichtige Sparringpartner für unser Immunsystem.
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Wegwart

Die Wegwarte – Heilpflanze des Jahres 2020

Wer kann an der Wegwarte, der wilden Zichorie (Cichorium intybus) vorbeigehen, ohne sie zu bewundern? An sonnigen Weg- und Feldrändern, auf harten, ausgetrockneten Böden steht sie, reckt sich über einen Meter in die Höhe und richtet ihre zarten, himmelblauen Blüten zur Morgensonne.
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waldsauerklee-im-wald

Waldsauerklee

Ein Spaziergang im Wald kann zu dieser Jahreszeit ein wunderbares Abenteuer sein. Da sieht man im Buchenwald oder auch unter den Fichten ein zartes weißes Blümlein mit violett geaderten Blütenblättern. Es ist der Waldsauerklee (Oxalis acetosella), der früh im Jahr, ehe die Laubblätter zu viel Schatten auf den Waldboden werfen, blüht.
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eishieligen

Eisheilige 2020

Plötzlich am 11. Mai, dem Tag des heiligen Mamerz, stürzten die Temperaturen ab: Mit Eiseskälte und Donnerschlag stürmten die Eisheiligen über das Land. Den heiligen Mamerz (ein gallischer Bischof aus dem 5. Jh.) trauten die Bauern und Gärtner schon seit eh und je nicht: „Der heilige Mamerz hat von Eis ein Herz“, sagten sie.
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Krone der Viren

Die Krone der Viren

Der Geist der Aufklärung scheint uns zu verlassen; der finsterste Aberglaube scheint wiederzukehren. Die unsichtbaren Teufel und Krankheitsdämonen schleichen sich wieder ein in der Gestalt der sogenannten Viren – ein Wort aus dem Lateinischen, das Schleim oder Gift bedeutet. Viren sind böse Feinde.
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Wolf-Dieter Storl mit Kira

Mein neues Buch “Einsichten und Weitblicke”

Kann unser im harten Schädel verschanztes Primatenhirn die unendliche Fülle des Seins wirklich erfassen, kann der Kopf diese Fülle verstehen? Ich habe da meine Zweifel...
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Wald

Was die Welt gerade bewegt

Ehe das Gärtnern beginnt und die Vorträge, da fliege ich mal auf die Kanarischen Inseln. Meer, Sand und Sonne – das gibt Kraft für das kommende Jahr. Da sitz ich nun am 15. März in der kleinen Bar am Strand...
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storl-kosmos-im-garten

Kleingärten für die Zukunft

Schon ein kleiner Familiengarten kann in Zeiten steigender Lebensmittelpreise eine wichtige Rolle spielen. Ebenso vorteilhaft ist es, die essbaren Wildpflanzen und Heilkräuter zu kennen. Mit einer 500 Quadratmeter großen Fläche und weniger als 250 Arbeitsstunden kann eine vieköpfige Familie ihren Jahresbedarf an Gemüse, Salat und Kartoffeln decken. Das hat der Gartenexperte Gerhard Schönauer ausgerechnet.
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Wildkräuter-Tee

Mein neuer Wildkräuter Tee

Es freut uns sehr, dass Sonnentor nun unseren Haustee, so wie sie meine Frau Christine mischt, ins Angebot genommen hat. Wolf-Dieter Storl Wildkräuter heißt dieser Bio-Kräutertee. Ein nüchterner Tee, der sich gut als morgendlichen Haustee eignet und auch gut über den Tag hinweg trinken lässt.
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Brennnesseltee

Kräutertees als Heilmittel und Genussmittel

Kräutertee war bei den europäischen Waldvölkern immer das erste Mittel der Wahl als Heilmittel. In der lettischen Sprache klingt es noch hervor: sahles (= “Kräuter“) ist die Bezeichnung für Arznei schlechthin, und sahles dfert (= „Kräuter trinken“) bedeutet Arznei einnehmen. Standard sind eine Tasse Tee, drei Mal am Tag: früh morgens, nüchtern etwa eine Stunde vor dem Frühstück, mittags eine Stunde vor dem Mittagessen, und abends vor dem Schlafengehen. Der Tee wird in einer Zeitspanne von drei bis sechs Wochen lang, kurmäßig getrunken.
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Sonnenuntergang im Schnne

Weihenächte 2019

Die heiligen Weihnachtstage sind segensreich. Sie sind nicht eine willkürliche „kulturelle Konstruktion“, sondern ein jährliches kosmisches Ereignis, welches die ganze Natur betrifft. In der Nacht des kürzesten Tages beendet die Sonne, die allen uns Lebewesen das Leben ermöglicht, ihren Abstieg. Nun muss es nicht mehr dunkler, kälter und lebensfeindlicher werden.
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Die Seidenpflanze

Vor einigen Jahren entdeckte ich in Daniel Rühlemanns fabelhaften Katalog, Kräuter und Duftpflanzen (2015) die Gewöhnliche Seidenpflanze (Asclepias syriaca). Ich habe mir gleich ein Pflänzchen bestellt und in meinen Garten gesetzt, denn dieses Schwalbenwurzgewächs (Asclepidaceae) erweckte in mir schöne Erinnerungen, es war ein ständiger Begleiter meiner Jugend im ländlichen Ohio. Die mannshohe Pflanze wuchs als weed (Unkraut) in dichten Horsten entlang der Straßen und an den Rändern der Maisfelder. Was uns Kinder an ihr faszinierte war der üppige weiße Milchsaft, der aus den eiförmig elliptischen Blättern floss, wenn man diese anknickte – deswegen heißt diese in Amerika heimische Pflanze ja auch milkweed (Milchwurz).
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Wald

Mein neues Buch “Wir sind Geschöpfe des Waldes” ist erschienen!

6. Oktober 2020 Share on email Share on print Share on facebook „Wir sind Geschöpfe des Waldes“ – so heißt das neue Buch, an dem ich im Winter gearbeitet habe. Das stundenlange Sitzen am Rechner, das Wandern der Seele durch
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Wolf im Schnee

Wie kamen die Krankheiten, wie die Heilmittel in die Welt?

Die östlichen Waldindianer erzählen dazu folgende Geschichte. Einst gab es weder Hunger noch Krankheiten. Die Menschen lebten glücklich. Die Tiergeister schenkten den Jägern Wild, und die Frauen sammelten Wildgemüse, Wurzeln, süße Beeren und Nüsse. Aber im Laufe der Zeit wurden die Menschen achtlos und undankbar. Sie jagten mehr, als sie brauchten. Sie schlachteten ganze Herden ab, und die kleinen Tiere, die Käfer und Ameisen, zertrampelten sie rücksichtslos. Auch nahmen sich die Menschen nicht mehr die Zeit, mit den Tieren zu reden oder sie gar freundlich zu grüßen.
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Heilung durch die Kraft der Wildnis

In den weiten Steppen der Mongolei und der Taiga Sibiriens, jenseits unseres „domestizierten Daseins“, ist der Vorhang zur Anderswelt dünn, fast transparent. Wolf-Dieter Storl ist im Sommer 2017 einen Monat lang von Ulan Bator nach Irkutsk gereist – vor allem, um die dortigen Pflanzen kennenzulernen. Was er fand und ihn unendlich faszinierte, war aber auch die Verbundenheit der indigenen Völker, der Mongolen und der Burjaten, den „Waldmongolen“, mit der Natur.
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