
Ostern als Fest des erwachenden Lebens
Nach den kalten, dunklen, beschwerlichen Wintertagen kehrt das Leben zurück, erst langsam und zögernd, dann schwillt es mächtig an. Der

Nach den kalten, dunklen, beschwerlichen Wintertagen kehrt das Leben zurück, erst langsam und zögernd, dann schwillt es mächtig an. Der

Die Zerstörung unserer Umwelt erreicht globale Dimensionen. Wälder sterben oder werden gerodet. Herbizide vernichten die bunte Vielfalt der Wiesen- und

9. April 2026 Ein Gang durch den Wald ist mehr als nur Erholung – er ist eine Rückkehr zu unseren Wurzeln. Die klare, lebendige Luft durchströmt den Körper, beruhigt das Herz und lässt die Unruhe des Alltags leise verklingen. Doch
Hörbuch

Tatsächlich ist das eine wichtige Frage in der heutigen Zeit. Wegen Stress, Elektrifizierung und Dauerunterhaltung nehmen wir kaum mehr die feinstofflichen, seelischen und geistigen Tiefen der Natur, wie auch die unseres Daseins, wahr. Wir leben in einer Zeit, in der die offiziellen Religionen eher dekadent und bestenfalls zu Wohlfahrtsinstitutionen verkommen sind, und in der viele fragwürdige Sekten und Ideologien den verwirrten Menschenseelen verführerisches, spirituelles Junk-Food anbieten.

An diesem letzten Feiertag sind die Sternsinger – Jugendliche, verkleidet als die drei Könige aus dem Morgenland – von Haus zu Haus unterwegs, um ein jedes mit einem Ständchen oder Spruch zu segnen und mit weißer Kreide die Buchstaben C+M+B, eingerahmt mit der Jahreszahl, über den Türbalken zu zeichnen.

Die Mistel ist alles andere als eine „normale“ Pflanze. Die gelbgrüne Kugel mit den weißen, klebrigen, perlenartigen Beeren könnte genauso gut ein kleines pflanzliches Ufo sein, das sich da im kahlen Wintergeäst verfangen hat. Das Gewächs, das trotz winterlicher Kälte und Dunkelheit sein ledriges, grünes Blättergewand behält, hat sich weitgehend vom jährlichen Rhythmus der Sonne emanzipiert. Es verhält sich so, als gingen es die Jahreszeiten nichts an.

Meistens haben wir vergessen, dass Weihnachten (den „geweihten Nächten“) und Neujahr nicht irgendwann erdacht wurden, sondern, dass wir es mit einem kosmischen Geschehen zu tun haben, das seit der Steinzeit gefeiert wurde. In unseren geografischen Breiten erleben wir den kürzesten Tag und die längste Nacht. Und nun tritt die Wende ein, es wird nicht länger dunkler. Nicht nur wir spüren das, auch die Pflanzen- und Tierwelt erlebt es.

Am 6. Dezember, dem Tag des Nikolaus, werden vielerorts Teigmännchen gegessen. Das Hefegebäck sieht oft aus wie ein dickbäuchiger Zwerg mit spitzer Zipfelmütze – eigentlich soll die Mütze die Mitra, die Kopfbedeckung der Bischöfe, darstellen.

Hexenmedizin ist Medizin der Erde. Es ist die älteste Medizin der Menschheit, die Heilkunde der wenigen noch existierenden Naturvölker. Es ist das Urwissen, die wahre Religio, die Urerinnerung, das Erbe unserer steinzeitlichen Vorfahren.

In jeder Kultur gab und gibt es Seher, Magier und „Priester“, deren Aufgabe es war (und ist), mit Ritualen, Gebeten und Opfern gutes Einvernehmen mit den Geistern, Göttern, sowie
den Dämonen zu schaffen. Das war auch in unserem Kultur – kreis so – einst in heidnischen Zeiten und noch bis über das Mittelalter hinaus. Während die „Hausfrau“, die sich „nur“ um
Kinder, Haushalt und Garten kümmert, heutzutage als unemanzipierte, neurotische „Nur-Hausfrau“ verunglimpft und wenig geschätzt wird, war es früher Aufgabe jeder Hausfrau,
als Herrin des Hauses (Frau / Freya = Herrin) die Geister zu versöhnen. Die Frauen opferten unter dem Hofholunder (auch unter der Hoflinde) den Zwergen, Hauskobolden oder den Verstorbenen Mehl, Milch, Bier oder Brei, zündeten ein Lichtlein, sprachen weihevolle Worte oder summten ein Liedlein.

Was wir Halloween nennen, kannten unsere Großeltern nicht. Noch heute glauben viele, es sei ein aus Amerika stammendes säkularisiertes, kommerzialisiertes Gruselfest, etwas Neuzeitliches, gut zur globalisierten Massenkultur passend. Bei genauerem Hinsehen, jedoch, erkennt man, dass man es mit der Neuauflage eines uralten, vorchristlichen Jahreszeitfests zu tun hat, einem Fest des Winterbeginns, einem Fest des Totengedenkens, welches die Kelten Samhain oder Samon nannten.

Zum Thema Schicksal habe ich auch eine indische Geschichte gefunden, die mich sehr berührt hat und die ich gerne erzählen würde. Sie heißt „Narada bring mir Wasser“.