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Borreliose natürlich heilen

Anlässlich der vollständig überarbeiteten Neuauflage von Borreliose natürlich heilen möchte ich einen sehr persönlichen Auszug aus meinem Buch mit euch teilen. Er erzählt, warum dieses Buch entstanden ist und welche Erfahrungen meinen Weg geprägt haben.

Im Mittelpunkt der Mensch

Borreliose gilt als eine der rätselhaftesten Krankheiten unserer Zeit. Trotz moderner Diagnostik und zahlreicher Therapien bleiben viele Betroffene auf der Suche nach Antworten. In diesem Buch gehe ich einen anderen Weg. Nicht nur die Zecke oder das Bakterium stehen im Mittelpunkt, sondern der Mensch als Ganzes – eingebettet in Natur, Lebensweise und die feinen Zusammenhänge zwischen Körper, Geist und Umwelt.

Ich frage, warum manche Menschen schwer erkranken und andere nicht. Welche Rolle spielen Immunsystem, Darm, Ernährung, Psyche und unsere Beziehung zur Natur? Und was können Heilpflanzen und traditionelle Heilweisen zu einem tieferen Verständnis beitragen?

Dieses Buch ist keine Sammlung einfacher Patentrezepte. Es ist eine Einladung, Krankheit aus einem umfassenderen Blickwinkel zu betrachten – mit Respekt vor der Wissenschaft, aber auch mit Offenheit für das alte Erfahrungswissen der Naturheilkunde. Denn oft beginnt Heilung dort, wo wir lernen, den Menschen wieder als Teil der Natur zu verstehen.

Ich lernte meiner Intuition zu vertrauen und  meinen Körper besser kennen.

Mein persönlicher Weg

Dieses Buch wurde nicht aus eitlem Wissensdrang oder Forscherneugierde geschrieben, sondern es entstand aus der bedrohlichen gesundheitlichen Notlage, die sich ergab, nachdem ich selbst von der Borreliose befallen wurde.

So ist es auch ein ganz persönliches Buch, das den langen, abenteuerlichen Weg aufzeichnet, der zur Auffindung des richtigen Heilmittels und der richtigen Behandlung für mich führte.

Auf diesem Weg kam mir zugute, was ich als Ethnologe von verschiedenen Völkern lernen durfte. Zugleich konnte ich aus dem altüberlieferten Erfahrungswissen der westlichen Heilkräuterkunde Erkenntnisse schöpfen.

Von Cheyenne-Medizinmännern, indischen Heilern und dem alten Bergbauern Arthur Hermes lernte ich, meinen Intuitionen zu vertrauen. Ich lernte, dass wir unseren eigenen Körper besser kennen, als es unser zaghafter Verstand wahrhaben will.

Unser Geist kann in der Meditation und Innenschau den Leib besser ausloten und abtasten als die kompliziertesten Computertomografien, Scanner und Ultraschallmethoden.

Auch wenn es dem oberflächlichen, alltäglichen Verstand schwer fällt, es zu verstehen, weiß unsere Seele, was uns plagt und was uns gut tut.

So bemühte ich mich, neben dem genauen Beobachten der äußeren körperlichen Symptome, das Bewusstsein nach innen zu lenken.

Von den Indianern lernte ich, auf die Bildbotschaften der Träume zu achten. Die amerikanischen Ureinwohner sind überzeugt, dass viele Visionen, Träume, heilende Inspirationen, aber auch Krankheiten von unseren Mitgeschöpfen, unseren »Verwandten«, den Tieren, Steinen, Wolken, Bergen und Pflanzen geschickt werden – und von den Ahnen, die uns wortwörtlich die richtigen Ahnungen eingeben.

Den Ahnen verdanke ich es, dass ich die richtige Heilwurzel, die Weberkarde, als Heilmittel bei Borreliosebefall fand; denn Weber waren diese Vorfahren, und seit Jahrhunderten hatten sie mit dieser Pflanze zu tun gehabt.

Wilde Karde

Wenn die geistige Führung andere Wege nimmt

Ehe ich mich an den Computer setzte, um das Projekt in Angriff zu nehmen, wollten wir noch einmal reiten gehen. Es war ein schöner sonniger Tag. Wir sattelten die Pferde, und ab ging es über Stock und Stein, einen Holzweg entlang, durch die Fichten. Die Hunde rannten hechelnd mit.

Bald wurde der Ritt zum Wettrennen. Meistens verliere ich, aber diesmal witterte ich die Chance, als Erster die Wegkreuzung, die unser Ziel war, zu erreichen.

Doch plötzlich, mitten im Vollgalopp, drehte mein Pferd im scharfen Winkel vom Weg ab. Der Sattel rutschte. Ich knallte mit dem Gesicht gegen einen Baumstamm und fiel.

Es fühlte sich an, als hätte mir ein Bergriese mit dem Knüppel übers Gesicht gehauen. Zum Glück hatte mich der Schlag unterhalb des Nasenbeins getroffen, sonst wäre die Nase gebrochen.

Aber die Vorderzähne waren locker und die Lippe gespalten. Und dann, als ich wieder aufsteigen wollte, merkte ich, dass etwas mit meinem linken Arm nicht stimmte.

Das Handgelenk schwoll schnell an; es war gebrochen.

Die Indianer, die ich in Montana kannte, hätten sich als Erstes gefragt, welcher Geist wohl in das Pferd gefahren sei. Aber hier in Europa fragt man sich so etwas nicht.

Arthur Hermes, der mir die Götter und Geister in der Natur nahegebracht hatte, hätte wahrscheinlich gesagt, dass dieser Schlag aus der »anderen Dimension« kam, dass es mit der »geistigen Führung« zu tun habe.

Und zur Illustration hätte er die Geschichte hervorgekramt, wie er im Januar 1945 auf seinem verschneiten Berghof im Schwarzwald mit den Skiern über die Weide geflitzt war und sich bei einem unvermittelten Sturz das Bein gebrochen hatte.

Es war ihm ein Rätsel, wie das hatte geschehen können, denn er war ein geübter Skiläufer und immer vorsichtig. Als er am selben Tag nach Hause kam, lag ein Einberufungsbefehl im Briefkasten. Es sollte eine Kavallerieeinheit zum Kampfeinsatz an der Ostfront aufgestellt werden, und sie brauchten Männer, die im Umgang mit Pferden erfahren sind.

Hermes war damals schon 55 Jahre alt, aber die Lage war ernst. Als sein Beinbruch ausgeheilt war, war der Krieg vorüber. »Das war die geistige Führung! Sicher wäre ich nicht wieder lebendig nach Hause gekommen. Die Götter hatten etwas anderes mit mir vor.«

Literaturtipp Neuauflage "Borreliose natürlich heilen"

Dieses Buch ist weit mehr als ein Ratgeber. Es ist die persönliche Geschichte einer Suche nach Heilung – verbunden mit jahrzehntelangem Wissen aus Ethnomedizin, Pflanzenheilkunde und Naturbeobachtung. Ich lade euch dazu ein, Krankheit nicht isoliert zu betrachten, sondern den Menschen in seinem natürlichen Zusammenhang zu verstehen. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und neue Wege aufzeigt.

Neu!

Zeit zum Lesen

Für mich war es nun aus mit Holzhacken, Gartenumgraben, Ausmisten. Auch das Tippen auf der Computertastatur konnte ich vergessen.

Ich konnte nicht einmal mehr eine Apfelsine schälen, die Schuhe anziehen, ein Marmeladenglas aufschrauben, die Jacke zuknöpfen. Absolut nichts, außer essen, schlafen und … lesen.

Nun hatte ich Zeit zum Lesen, viel Zeit. Also nahm ich den Ordner des Wissenschaftlers wieder hervor und vertiefte mich darin, bis das Gehirn dampfte.

Dabei wurde mir allmählich bewusst, dass ich das vorliegende Buch ohne diese Vorstudien gar nicht hätte schreiben können.

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