Holunder – der Schatz aus Omas Apotheke
Jeder Hof hatte in früheren Zeiten seien Hofholunder. Für die alten Waldvölker Nordeuropas war es ein heiliger Baum, der Göttin
Jeder Hof hatte in früheren Zeiten seien Hofholunder. Für die alten Waldvölker Nordeuropas war es ein heiliger Baum, der Göttin
Das blühende Kraut, als Tee, Umschlag oder Tinktur, wirkt krampflösend, zusammenziehend, leicht schweißtreibend, entgiftend, blutstillend, entzündungshemmend, verdauungsfördernd, menstruationsregulierend, antibakteriell und
Essen soll Freude machen. Der Tisch soll schön gedeckt sein und darf gerne mit einem Blumensträußchen oder einer Kerze geschmückt sein. Essen schafft eine Verbindung mit dem Kosmos, es ist nicht nur ein Auftanken der Körpermaschine.
Hörbuch
Pfingsten – heute weiß kaum jemand mehr, was das bedeutet – war einst, neben Weihnachten und Ostern der dritte Höhepunkt des Jahreslaufs. Es ist das Fest des Herabkommens des Heiligen Geistes über die Menschheit und über die Natur. Wald und Flur kleiden sich in frisches Grün, die Blumen blühen dem Himmel entgegen mit frischer Pracht und die Vögel singen liebliche Lieder.
In den Brachmonat, wie der Juni einst genannt wurde, fallen Pfingsten, Fronleichnam und Johanni, die einst wichtige Stationen im Bauernkalender darstellten.
Vierzig Tage nach Ostern findet im christlichen Kalender die Himmelsfahrt Christi statt. Das macht Sinn, denn schon immer hieß es, dass die Reise der Verstorbenen, ehe sich ihr Astralleib (Seelenleib) auflöst und ihr Geist zum göttlichen Ursprung zurückkehrt, vierzig Tage dauert. Um das den gläubigen Kirchgängern bildhaft darzustellen, wurde in den Kirchen oft ein Christusbild zur Decke gezogen, das dann im „Heiligen-Geist-Loch“ verschwand. Oft wurde dann Wasser und brennendes Werg (Fasern, die bei der Flachs- oder Hanfverarbeitung abfallen) von Oben herabgeschüttet. In Bayern hieß es, es seien Fetzen des Teufels, der da abstürzt.
Nach Schätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nimmt noch heute um die 80% der Menschheit die Heilkräfte der Kräuter für sich in Anspruch. Von den rund 250.000 Pflanzenarten sind inzwischen ungefähr 80.000 Arten volksmedizinisch dokumentiert worden. Phytotherapie ist also noch immer aktuell.
Der organische Körper hat das Vermögen, nicht allein sich und sein Leben zu erhalten, sondern auch Störungen und fehlerhafte Zustände wieder aufzuheben. Die Natur kann also für sich allein Krankheiten heilen. Unzählige Menschen sind schon auf diese Weise, ohne alle Beihilfe der Heilkunst, wiederhergestellt worden und werden es noch täglich.
Kräuterbäder wurden vor allem durch Sebastian Kneipp (1821–1897)
und Kräuterpfarrer Johann Künzle (1857–1945) wieder bekannt ge-
macht. Beide, äußerst verbunden mit dem einfachen Landvolk,
schöpften, ohne es zu wissen, aus altkeltischer Tradition.
Im April, wenn die Sonne von den Fischen in den Widder wandert, hat der Gärtner alle Hände voll zu tun.
Die strahlig gelben Korbblüten des Huflattichs, die noch vor den Blättern erscheinen und zu den ersten Frühlingskündern gehören, gelten als bestes Mittel für angeschlagene Bronchien und gegen Husten. Ein Tee aus Blättern und Blüten wirkt schleimlösend und reizlindernd.
Im März, dem Lenzing oder Frühlingsmond, wie er einst genannt wurde, steigt die Sonne vom Wassermann in die Fische. Am 21. überquert sie den Himmelsäquator. Nun siegt das Licht über die Dunkelheit – die Tage werden länger als die Nächte.
Ich möchte euch mit großem Bedauern darauf hinweisen, dass in den sozialen Medien vermehrt gefälschte Konten in meinem Namen auftauchen. Diese Fake-Profile bieten angebliche Produkte an oder fordern gar Geld – seid bitte wachsam und fallt nicht darauf herein!