Gesundheit und Krankheit
- 10. September 2026
Wir waren darauf angewiesen, auf unsere Gesundheit selbst zu achten. Aber nicht nur weil wir – als US-Bürger – nicht versichert waren, verzichteten wir auf Arztbesuche. Wir waren auch überzeugt, dass man sich selbst der beste Arzt sei, dass niemand den eigenen Körper so gut kennt wie man selbst.
Eine Astralreise durch den Körper
Voraussetzung ist selbstverständlich, dass man dem Schmerz oder dem Leiden nicht entflieht, sondern diese ganz aufmerksam mit Bewusstsein durchdringt. Dass man sozusagen eine »Astralreise« durch den Körper unternimmt und dabei die angeschlagenen Organe auslotet. Oft wirkt dieses meditativ geführte Bewusstsein an sich schon wie eine heilende Kraft.
Bewusstsein ist ein Licht, und wenn man damit die Körpertiefen durchleuchtet, dann verflüchtigen sich oft die dunklen Felder der Krankheit. Das, zusammen mit den richtigen Kräutern und Hitze – Heißwasserflaschen, heiße Kartoffel- oder Zwiebelpackungen, Wollschals oder erhitzte »Heilsteine«, die man, wie uns der Medizinmann Elkshoulder lehrte, auflegt –, bewirkt echte Heilung, nicht nur Symptomverdrängung.
Zubereitung eines Zwiebeltees
Die Kräuter unterstützen dann den Heilprozess, indem sie stärkend und tonisierend wirken, träge Funktionen anregen oder Überfunktionen abregen und lindern, Gewebe festigen oder erweichen oder auch bakterienhemmende oder antivirale Eigenschaften besitzen. Anleitung zum richtigen Umgang mit heilenden Pflanzen gibt es in der überlieferten Volksheilkunde zur Genüge.
Wir benutzen keine teuren, exotischen, importierten Heilkräuter, sondern ausschließlich die einheimischen, die rund ums Haus, in Wiese und Wald wachsen. Wir teilen mit ihnen ja auch das energetisch-astrale Umfeld. Wie Paracelsus sagte: »Dieselben Aster (Gestirneinflüsse), die im Mikrokosmos (Mensch) eine Krankheit verursachen, erzeugen zur selben Zeit in den Pflanzen, die in der Umgebung wachsen, die entsprechenden Heilkräfte.«
Literaturtipp "Unsere Grüne Kraft"
Schon in vorchristlicher Zeit haben die Menschen in Mitteleuropa nach den langen Wintern die kraftspendenden Frühlingskräuter gesammelt – begierig nach frischem Grün, das dem wintermüden Körper neue Energie verleiht. Sammelzeit und Anwendungen für die Frühlingskräuter stehen im Buch.
Krankheiten und Verletzungen gab es immer wieder. Oft zweifelte ich, ob es richtig war, was wir da machten. Manchmal dachte ich: »Warum bist du nicht, wie jeder normale Mensch, versichert und gehst zum Arzt?« Aber dann, nach all dem Zweifeln, fühlt man, dass die Kräuter helfen. Sie helfen sanft und undramatisch. Auf einmal merkt man: »Du hast ja vergessen, den Kräutertee zu trinken oder die Salbe einzureiben! Die Schmerzen sind ja weg, du fühlst dich wieder wohl.«
Nie haben uns die Kräuter enttäuscht, letzten Endes haben sie immer geholfen. Und mit jeder Krankheit haben wir viel über das Leib-Seele-Gefüge und über uns selbst gelernt. Jede Krankheit ist ein unerbittlicher Lehrmeister!
Auschnitt aus “Ich bin ein Teil des Waldes” Seite 309.
Ein Jahr Pflanzenwissen - 2027
24 heimische Heilpflanzen und eine gemeinsame Reise: Lerne die Pflanzen kennen, die schon unseren Vorfahren Nahrung, Heilung und Schutz waren.
Ich lade dich ein, ein Jahr lang mit mir durch die Wildnis vor deiner Haustür zu wandern. Von der ersten Frühlingsblüte bis zur Stille des Winters.
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