HomeKontaktBücherCDs und DVDsPresseVeranstaltungenNewsletter
Dr. Wolf-Dieter Storl - Ethnobotaniker und Kulturanthropologe
Deutsch English
Ethnobotanische Reise ins südlichste Afrika
Elefant in der Nähe von Knysna Es ist erfreuend und belehrend,
hier unter einer Vegetation umherzugehen,
die uns fremd ist.


Goethe, im botanischen Garten in Padua
27.September, 1787

Vor zehn Jahren spazierte ich mit einem Xhosa big man durch den Muthi-Markt in Soweto (Johannisburg, Südafrika). Das Wort Muthi beschreibt die einheimische Medizin der südafrikanischen Bantus. Inyangas (Zulu für „Männer der Bäume“), die traditionellen Kräuterkundigen und Kräutersammler, saßen da auf dem staubigen dem Boden und boten ihre, auf Decken ausgebreitete Ware feil -



Wurzeln, Pulver und trockene Kräuter aller Art, dazu Schlangenhäute, Knochen, Krallen, Innereien, Fell und Fleischstücke von Hyänen, Raubkatzen und anderen wilden Tieren. Echte „Hexenmedizin“. Die Tierteile sind dazu da, um mit den Kräutern gemischt und zusammen gekocht zu werden, um diesen mehr „Kraft“ zu verleihen.
Die Heilkräuter rochen wunderbar aromatisch, die halbverwesten Tierteile stanken dagegen schrecklich. Die Muthi-Medizin ist nicht nur für Bauchschmerzen, Husten oder Kopfweh gedacht, sondern auch für magische Zwecke, etwa gegen den Einfluss Andersweltlicher, um sich unsichtbar oder unverwundbar zu machen, um Fußballspiele zu gewinnen, gegen Liebeskummer, Blitzschlag oder bösen Zauber.

Muthi, Inyanga und Imphepho

Immer wieder hielt ich an, die Kräuter anzuschauen, zwischen den Fingern zu reiben und daran zu riechen. Ich gab mir Mühe die Pflanzen zu identifizieren, aber es war hoffnungslos – es waren lauter „böhmische Dörfer“ für mich. Bei einem Inyanga, dessen Gesicht weiß gekalkt war, so dass er wie ein Geist aussah – mit der Gesichtsbemalung gab er auch zum Ausdruck, dass er ein Auserwählter der Geister ist – lag, neben anderen Dürrkräutern, ein großer Haufen getrockneter, grauer, stark nach Curry-Gewürz riechende Blätter und Stängel. Ich fragte den befreundeten Xhosa, „Was für eine Pflanze ist das?“ Er riss die Augen weit auf und rief mit donnernder Löwenstimme: „Oooo ... Imphepho! Das vertreibt die Teufelsgeister!“

Imphepho Nun, das war wie eine Aufforderung. Ich kaufte einen großen Bündel, hatte aber keine Ahnung was ich damit anfangen sollte. Auf der weiteren Reise durch Gauteng, Mpumalanga und Kwa-Zulu Natal lernte ich die Bedeutung der Pflanze kennen. In einem Hotel fragte die ältere schwarze Zimmerreinemachfrau, ob ich ihr etwas von dem Imphepho-Kraut schenken würde. „Ja, aber sie müssen mir sagen, wozu es gut ist,“ erwiderte ich. „Wenn man damit räuchert kann man mit den Ahnen in Kontakt kommen,“ antwortete sie.

„Es macht guten Rauch, vertreibt böse Geister“

Beim Tanken meines Mietfahrzeugs sah der junge Tankwart den Kräuterbüschel auf dem Rücksitz. Auch er fragte, ob ich ihm etwas davon geben würde. Auch ihn fragte ich, für was er es wolle. „Es macht guten Rauch, vertreibt böse Geister, Läuse und saugende Insekten und reinigt die Atmosphäre,“ erklärte er mir.
Auf diese Weise erfuhr ich viel über dieses Räucherkraut, das bei den südafrikanischen Stämmen ungefähr den Stellenwert hat wie der Steppenbeifuß (Artemisia ludoviciana) bei den Prärieindianern Nordamerikas, der Weihrauch in Arabien oder der Beifuß bei unseren heidnischen Vorfahren.

Ich lernte auch, dass sie vielfach als Heilpflanze verwendet wird, etwa als Hustenmittel werden die Blätter in Milch gekocht. Der eingeatmete Rauch soll schmerzlindernd sein und Kopfschmerzen lindern. Die Blätter werden aufgelegt oder in Salben gekocht als entzündungshemmendes Wundheilmittel. Als sakrale Räucherpflanze spielt Imphepho eine wichtige Rolle bei den Samgoma der Zulu, Xhosa und Swazi, das sind die traditionellen Schamanen – die Briten nannten sie witch doctors (Hexer). Im Gegensatz zu den Inyanga treten die Sangoma in Trance und kommunizieren mit den Ahnengeistern. Sie werfen Knochen als Orakel. Das heilige Kraut schwelt und glimmt auf alten Tonscherben, um mit dem Rauch die Totengeister herbei zu rufen.

Imphepho ist eine Helichrysum-Art,(H. petiolare, H. odoratissimum) eine Art Immortelle, verwandt mit unserer Strohblume, Katzenpfötchen oder Immerschön. Sie enthält stark duftende ätherische Öle und ist grau-weißfilzig – letzteres um sich vor der starken Sonneneinstrahlung zu schützen. Wie das nahe verwandte, im Mittelmeerraum heimische italienische Currykraut (Helichrysum italicum) hat es, dank der ätherischen Öle, eine entzündungshemmende, antimikrobielle Wirkung.















Das Meer ruft


Wenn der Alltag bleischwer wird, wenn die vernetzte Megamaschine unserer Science Fiction Welt einem auf den Wecker geht, dann beanspruchen die meisten Leute eine, von der Kasse bezahlte Kur, mitsamt Wellness, Jacuzzi, Massage, Trennkost, heißen Flirts und anregenden Gesprächspartnern. Ich kann darauf verzichten. Auch auf Urlaub in den Bergen – schließlich lebe ich da – oder aufs Kloster, auf die Ballermanninsel oder, wo immer meine Zeitgenossen hinziehen um ihre geschundenen Körper und Seelen zusammenflicken, kann ich verzichten. Mich ruft die See, die Wellen, das Rauschen der Brandung. Das ist für mich ein Heimkehren, ganz im ursprünglichen Sinn. Denn dem Meer entstiegen wir, zusammen mit den ersten Pflanzen, vor rund 400 Millionen Jahren. Unser Blut, das jede einzelne Zelle nährt, gleicht dem Meereswasser. Es hat noch immer dieselbe Salzkonzentration wie das Meer – eine Zusammensetzung in einem Verhältnis von 5 Teilen Kalzium, 10 Teilen Natrium, 160 Teilen Kali – nur der Magnesiumanteil hat sich im Meer inzwischen erhöht.

Diesmal (November-Dezember 2010) sollte es die südafrikanische Küste sein, wo der warme Indische Ozean auf den eiskalten Atlantik trifft. In Kapstadt und Umgebung gibt es schöne Strände, aber das Wasser ist kalt – kälter im Sommer als im Winter, da es durch antarktische Strömungen gefüttert wird. Sogar Pinguine gibt es hier – wer hätte das gedacht! Wellenreiter gibt es trotzdem, aber sie haben schwarze Ganzkörperschutzanzüge an. Große Haie gibt es auch und wenn einer gesichtet wird, geht eine Warnsirene an und alle Surfer verlassen fluchtartig das Wasser.

Im botanischen Garten Das entspannte Planschen im Wasser konnte ich also vergessen, dafür aber in eine botanische Wunderwelt eintauchen. Die Kapregion ist ein botanisches Füllhorn. Obwohl es nur 0.04% der Erdfläche ausmacht, enthält es rund 20,000 Arten, davon mehr als 6000 endemische Arten, also solche, die nur dort wachsen. Man vergleiche, auf den britischen Inseln wachsen lediglich 1,500 Pflanzenarten.


20,000 Arten! Wie soll man damit klarkommen? Mit ein bisschen botanischem Wissen kann man froh sein, wenigstens die Familien zu erkennen. 2,300 Korbblütler, 1,700 Mittagsblumen, 1000 Schwertlilienarten (Iris), 800 Heidegewächse (Ericaceae), deren rote Trichterblüten zum Teil von langschnäbeligen Vögeln bestäubt werden, 700 Seidenpflanzengewächse, 83 Protea-Arten, (Zuckerbusch), 470 Orchideenarten, viele Lobelias und so weiter und so fort, begegnet man da. Die Vegetation am Kap ähnelt derjenigen der Kanarischern Inseln – das Klima ist ja ganz ähnlich. Deswegen findet man in den Kanaren so viele Kappflanzen als wildwachsende Neophythen: Pelargonien, Kapsauerklee, Eiskraut oder Kristallblumen (Mesembryanthemum), Aloen.

Kirstenbosch

Als erstes besuchte ich Kirstenbosch, den berühmten botanischen Garten am Tafelberg. Da waren all die unbekannten Pflanzen mit Schildchen versehen. Gott sei Dank. Nomen est omen. Wenn man den Namen kennt, dann hat man so etwas wie eine Handhabe; sie sind leichter in Griff zu kriegen.

Fynbos Da, in dem Garten entdeckte ich das Helichrysum – das Imphepho! – nicht als trockener Kräuterbündel, sondern als quicklebendige Pflanze, sogar mit Namensschild. Nun konnte ich die Pflanze ohne weiteres bestimmen und fand, sie wuchs massenhaft überall in der Fynbos-Landschaft (Afrikaans: „Feinbusch“) der Kaplandschaft.



Auf meinen Wanderungen und Erkundungen steckte ich mir die heilige Pflanze in die Haare und hatte dabei das Gefühl, dass ich dadurch dem Geist des Landes, dem Spiritus loci, näher kam.

Tatsächlich öffnete es mir Türen und ich lernte durch sie mehr über das Land und seine Leute. Ein junger Xhosa in der Nähe von George schaute mich prüfend an, als er das Kraut in den Haaren sah, „Eh, Rasta man!“ Er fasste Vertrauen und begann zu erzählen, dass die Sangomas sich damit mit den Ahnen verbinden.

Bello und Mugabe

Drollig fand er übrigens, dass die Weißen ihre Hunde wie Kinder behandeln und ihnen nette Namen geben. „Wir wollen, dass unsere Hunde bösartig und einschüchternd wirken; wir geben ihnen schreckliche Namen, wie etwa ‚Mugabe’. (Mugabe, der Diktator von Zimbabwe hatte es ja fertig gebracht, alle weißen Farmer aus dem Land zu vertreiben). Einen traditionellen Zulu, den ich nach dem Kraut Imphepho fragte, sagte, er kenne es nicht. Ich hatte den Eindruck, er wolle einem Fremden nicht die Geheimnisse seines Volkes preisgeben. Eine junge, modisch gekleidete Zulufrau sagte, sie wisse, dass man mit dem Rauch die Ahnen ruft, aber sie glaube nicht daran, es sei eben Aberglaube.

In der Sprache der Afrikaaner (Buren) – das sind die Siedler die im 16. Jahrhundert am Kap Fuß fassten und eine niederdeutsche Sprache sprechen – wird das Helichrysum „Kooigoed“ genannt. Das hat damit zu tun, dass man es einst in die Matratzen stopfte, um Flöhe und Ungeziefer aus der Koje fernzuhalten. Das hätten schon die Ureinwohner, die Buschmänner oder „Strandloopers“ (Strandläufer) gemacht, die hätten darauf geschlafen. Übrigens gaben die Buren den Khoi oder San, den Namen „Buschmänner“, weil diese ihre Körper mit einer wohlriechenden Salbe aus Fett und den zu Pulver gestoßenen aromatischen Blättern des Buchu-Busches (Agathosma betulina) einrieben. Der Buchu-Tee, erhältlich in Apotheken, wird heute in der Phythotherapie als Mittel bei Harntraktentzündung empfohlen.

Die Einstimmung in das faszinierende Land ging schnell. Bald fühlte ich mich zuhause. Wie kann das sein?

Wenn man sich mit den Pflanzen, den wurzelnden Kindern der Erde verbindet, dann hat man Teil an ihrem Verwurzelt sein. Dann bekommt man schnell selber Wurzeln, auch in einem fremden Land.


Kirstenbosch












Südafrikas Gardenroute


Vom Kap aus fuhr ich nach Osten, wo sich um Knysna regelrechte Märchenwälder, mit Lianen, Baumfarnen und Baumriesen erstrecken. Dort gibt es auch die letzten Waldelefanten, eine kleine Elefantenart, die von Großwildjägern und Elfenbeinwilderern fast ausgerottet wurde. Die sanften Reisen haben da ein Gebiet, wo sie unter Schutz stehen. In Wilderness, einen kleinen Ort südlich von George, fand ich auch einen Strand, der bestens zum Bodysurfing geeignet war.

Immer fragte ich Menschen, die mir etwas von den Pflanzen erzählen konnten. Eine Fremdenführerin an der „Map of Africa“ in Wildernis, fragte ich zum Beispiel, nach einigen Kräutern, die da wuchsen. „Tut mir leid, ich kenne sie nicht. Außer diese da.“ Sie zeigte auf einen hübschen gelb blühenden Korbblütler, der wie Löwenzahn im Gras wuchs.
„Ich hatte ein Insektenbiss,“ – fuhr sie fort – „ganz arg entzündet und geschwollen. Die Medizin der Ärzte nützte nichts. Da zeigte mir jemand die Pflanze, zerquetschte einige Blätter, legte sie auf ,und im Nu war die Schwellung weg. In der Umgangssprache der Buren heißt es Geneesblad, also, heilendes Blatt.“

Ein Blatt zur Genesung! Das stand in keinem Buch, war also Teil der Überlieferung, die nie aufgeschrieben worden war. Nicht alles steht in Bücher oder im Web. Arctotheca prostrata ist der botanische Name, den ich dafür fand.

Die Heilkräuter des Kaps

Rooibos Eine andere Afrikaanerin zeigte mir ihren Kräutergarten, wo sie sorgsam dahinkümmernde europäische Heilpflanzen, wie Schafgarbe, Brennnessel und Beinwell, pflegte. Aber auch südafrikanische Kräuter wuchsen da, etwa Aloen, deren schleimiger Saft ja als Wundheilmittel inzwischen weltweit bekannt ist, und den Rotbusch (Aspalathus linearis; Afrikaans Rooibos), aus dem der gut schmeckende, Antioxidanzien haltige Tee gemacht wird.


Und ganz stolz zeigte mir die Frau den Kankerbos, ein Schmetterlingsblütler, und gab mir einige Zweige um einen Tee daraus zu brauen. Der Tee helfe gegen Krebs, AIDS, Diabetes, Virus-Erkrankungen und Immunschwäche.
„Ein Mittel gegen AIDS,“ sagte ich, „das wäre ja wunderbar!“ „Es ist wunderbar,“ sagte sie, „aber die großen Pharmakonzerne fürchten es, denn sie würden ja nichts daran verdienen.“

Mit Hilfe eines Tauchsieders probierte ich den Tee in meinem Zimmer. Schmeckte verdammt bitter. Dann schaute ich nach wie er botanisch heißt: Sutherlandia frutescens, englisch „cancer bush“, deutsch „Ballonerbse“ – klinische Untersuchungen zeigten, dass er tatsächlich eine antitumorelle Wirkung hat und AIDS-Patienten sich erholten, wenn die anderen Umstände, etwa die Ernährung, stimmten. (Mehr dazu in dem Buch Medical Plants of South Africa von Ben-Eric van Wyk, Bosch von Oudtshoorn und Nigel Gerike).

Auch den afrikanischen Beifuß (Artemisia afra), würzig und mit feinen filigranen graugrünen Blättern, hatte sie da im Beet. Ein Sirup daraus würde bei Grippe helfen. Auch bei Malaria hätte sich die Pflanze bewährt.

Springbok Es gäbe ja noch so viel über Südafrika zu berichten, über die Tierwelt – die lustigen Paviane, die wilden Strauße, die Waldelefanten usw. – , über die verschiedenen Ethnien und Kulturen – die Zulu, Swazi, Xhosa, San, Khoi, Afrikaaner, Engländer, Deutsche und die Inder, die die Briten als Arbeitssklaven nach Südafrika verfrachtet hatten. Interessant auch die Kultur der muslimischen Coloreds, die die Gene von Ureinwohner, Buren und südostasiatischen Zwangsarbeitern in sich tragen.

Ein Paradies für Völkerkundler. Auch wenn die Apartheit für viele unerträglich war, konnte unter ihrer Herrschaft zumindest jede Ethnie ihre Eigenart bewahren und ihre Sprache erhalten.

Wilde Dagga - ein Xhosa Heilmittel

Wilde Dagga Am letzten Tag ging es noch einmal in den botanischen Garten von Kirstenbosch, um mir die Pflanzen noch einmal einzuprägen. Ich stand gerade bei einem nach Zitrone duftenden Eisenkrautgewächs (Lippia javanica), als ein Mann auf den Strauch zeigte und seiner Familie zurief: „Schaut, da ist Koorbossie! Das hat mein Großvater gekaut, wenn er fiebrige Erkältung oder Bronchitis hatte.“



Ich spitzte die Ohren und fragte ihn. „Ja, auf Englisch heißt sie fever tea (Fiebertee)“ erklärte er mir, „Der Alte hat es gekaut, den Saft geschluckt und den Rest ausgespuckt. Dann hat er sich aus der Wilde Dagga einen Tee gebraut – siehst du, da wächst sie, diese Minzart mit den orangenen Blüten – den hat er dann getrunken.“

„Ist das ein altes Afrikaans Rezept?“ fragte ich. „Nein, nein, das hat er von den Xhosa, er war ja ihr Nachbar. Gute Medizin!“ Ich schaute mir die Wilde Dagga an. Ein Lippenblütler. Zerrieb die Blätter und genoss den Duft. Leonotis leonurus stand auf dem Schild. Traditionell wird der Tee äußerlich bei Hautkrankheiten, innerlich bei viralen Grippen, Hepatitis und anderen Krankheiten verwendet.

Dagga ist der gebräuchliche südafrikanische Name für Marihuana (Cannabis), das übrigens in Südafrika aus sozialen und religiösen Gründen viel geraucht wird. Wieso heißt diese Pflanze „wilde Dagga“, fragte ich mich? Ich fand heraus, dass diese Minze in der Sprache der Ureinwohner (Khoi-Khoi oder Hottentotten) daga-b hieß und von diesen als mildes geistbewegendes Mittel geraucht oder gegessen wurde. Auf jeden Fall behandelten sie damit die Fallsucht (Epilepsie).

Sonnenuntergang am Kap der Guten Hoffnung












Gerne wäre ich ein ganzes Jahr da geblieben, um mich in die Ethnologie und Ethnobotanik zu vertiefen, bin aber froh, dass mir wenigstens ein Mondumlauf, also ein Monat gegönnt war Südafrika anzuschnuppern. Nun ist es Zeit, mich in die Welt der Neophythen, der „Pflanzen mit Migrationshintergrund“ zu stürzen und zu versuchen die Geheimnisse des Riesenbärenklau, des indischen Springkrauts, der „Ambrosie“ und anderer zu lüften.

Wolf-Dieter Storl