„Unkräuter“ sind cool

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Pflanzen sind cool. Und die „Unkräuter“ sind die coolsten unter ihnen – zäh, intelligent und aufmüpfig gegen kontrollsüchtige Gärtner und Landwirte. Was die meisten von uns nicht wissen ist, dass sich unter ihnen die besten Heilkräuter und die gesundesten Wildgemüse befinden. Auch tolle Geschichten lassen sich über sie erzählen.

Der Persische-Ehrenpreis oder auch Gewitterblume und Männertreu

Wie bei anderen himmelblau blühenden Ehrenpreisarten – etwa dem hübschen Gamander-Ehrenpreis – galt auch dieser nun als Gewitterblume. Wenn man ihn abreißt oder ein Büschel pflückt, sagt man, dann läuft man Gefahr, ein Unwetter mit Blitz und Donner oder wenigstens einen heftigen Regen herbeizuziehen.

Persische Ehrenpreis(Veronica persica)

(Veronica persica)

Auch der Name Männertreu wurde auf den Persischen Ehrenpreis übertragen. »Männer­ treu« bezieht sich auf die Tatsache, dass die Blütenblätter der Veronika schnell abfallen. Wenn Mädchen herausfinden wollten, welcher ihrer Verehrer der Richtige ist und auch treu sein würde, pflückten sie blühende Stängel vom Wald-­Ehrenpreis oder vom Gamander­-Ehrenpreis. Sie steckten diese einzeln in kleine Vasen, gaben jedem Blümchen den Namen eines jeweiligen Verehrers – Hans, Fritz oder Ludwig – und schauten, bei welchem die Blütenblätter am längsten haften blieben. Das würde dann der Richtige sein, hieß es, das wäre der treueste Mann.

Literaturtipp " Die 'Unkräuter' in meinem Garten

Wolf-Dieter Storl bringt dem Leser in seinem neuen Buch „Die ‚Unkräuter‘ in meinem Garten“ die unerkannte Schönheit und Bedeutung von 21 Pflanzenpersönlichkeiten in und um Garten und Feld nahe. Die Merkmale der Wildkräuter, ihre Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten als heilende oder essbare Pflanzen sowie ihre Bedeutung als Teil des Gartenbiotops stehen dabei im Mittelpunkt.

Die Unkrauter in meinem Garten

»Ein Unkraut ist nichts anderes als eine Blume, die am falschen Ort wächst.«

George Washington Carver

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Wolf-Dieter Storl

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In den nasskalten, nebligen Novembertagen ziehen lautlos übersinnliche Wesen durch die kahl gewordene Dornenhecke. In den unheimlichen Vollmondnächten des elften Monats - sie stehen im Jahresrad den wonnevollen Mainächten diametral gegenüber - öffnen sich die Gräber. Die Toten schwärmen aus, um der Göttin - nun in Gestalt der schwarzen, schreckenserregenden Totenherrscherin - zu huldigen. Rastlos schweifen sie, in Schatten und Nebel gehüllt, umher, lassen die Balken knarren und knacken, rütteln an den Fensterläden oder geben Klagelaute von sich.
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Diskussion

Kommentar

  1. Ihre Bücher inspirieren mich sehr und erweitern mein Wissen enorm. Mein Vater war Forstamtsmann, bzw. Oberförster, wir lebten am Waldrand, mein Zuhause und mein Spielplatz war der Wald. Ich fühle mich da immer noch zu Hause, meditiere gern im Wald und gestalte inzwischen meine Dankgebete an Natur, Sonne und das Große Geheimnis nach Ihren Empfehlungen. Es tut mir so gut, in Einklang mit der Natur zu leben. Ihre Bücher sprechen mir aus der Seele. Ganz lieben Dank!

  2. Ich freue mich immer von Ihnen zu lernen

  3. Ihre Botschaften sprechen sehr meine Seele an.


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