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Mein Gartenjahr – Der Heilige Monat Dezember

Im Dezember wandert die Sonne vom Skorpion in den Schützen. Die Pflanzenerscheinungen ruhen in den Urbildern des Sternenkosmos. Der Winter, insbesondere die Wintersonnenwendtage um Weihnachten, ist die Zeit der Muße. Während der Garten unter Schnee und Frost ruht, nimmt er im Geist des Gärtners Gestalt an. In aller Ruhe können die Bestückung der Beete, die Fruchtfolgen und die wichtigsten Arbeiten visualisiert und geplant werden. Man liest Gärtnerlektüre, auch Bestimmungsbücher, damit man weiß, welche Käfer, welche Raupen einem da im Sommer vor den Füßen herumkrabbeln. Die Erfahrungen vergangener Gärtnerjahre spielen mit hinein und bereiten im Einklang mit den Kräften und Wesen der Natur eine neue „Inkarnation“ des Gartens vor.

„Dezember kalt mit Schnee, gibt Korn auf jeder Höh’“

Bauernregel

Der ewige Lebenskreis

Im Dezember, dem „Wolfsmonat“, wird es von Tag zu Tag dunkler. Die indogermanischen Sagen sprechen von einem ungeheuren Wolf oder ähnlichem Dämon, der die Sonne und somit das lebensspendende Licht verschlingt. Aber am 21.12. ist der Tiefpunkt erreicht, es ist Wintersonnenwende. Das Lebenslicht wird in der finstersten Nacht, in der Tiefe der Erde neu geboren. Immergrüne Tannen- oder Fichtenzweige, gewunden zu einem Kranz, den ewigen Lebenskreis symbolisierend, dazu vier rote Kerzen, die vier tragenden Säulen, machen den Adventskranz aus. Das Grün ist die Farbe der Vegetation, der Pflanzen, die alle Lebewesen nähren und erhalten; es ist die Farbe der ätherischen Lebenskräfte. Rot ist die Farbe des Blutes und der Lebensglut, es ist die Farbe der Beseelung, der Astralität. Und die lichtspendende Flamme, die das Wachs aufzehrt, ist das Feuer des Geistes, des hellen Bewusstseins.

Tipp:
In den ruhigen Weihnachtsfeiertagen ist es ein guter Zeitpunkt in sich zu gehen, sein Gartentagebuch auszuwerten und die Ergebnisse in die Planung des neuen Gartenjahres einfließen zu lassen.

Während der Zeitspanne, die der Mond für seinen Lauf durch die zwölf Tierkreisregionen braucht, wird jeden Sonntag eine weitere Kerze angezündet. Auch wenn es in der äußeren Welt immer düsterer wird, nimmt dieses Licht, das auf die Weihenächte hinweist, zu. Und dann in der dunkelsten Nacht des Jahres, wird das Sonnenkind erneut im Schoß der Mutter Erde – aber auch in unserer Seele – geboren. Es tritt am Fuße des Weltenbaumes – des Weihnachtsbaumes – in Erscheinung.

Literaturtipp

In meinem Gartenkalender begleite ich dich mit meinem langjährigen Wissen und meinen Gedanken zu den Jahreszeiten durch das Gartenjahr. Die monatlichen Texte und Hilfestellungen bieten dir Expertenwissen und Rat und orientieren sich am phänologischen Kalender, dessen Grundlage das Entwicklungsstadium der Natur ist.

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