Die Heilkräfte der Bäume
- 9. April 2026
Ein Gang durch den Wald ist mehr als nur Erholung – er ist eine Rückkehr zu unseren Wurzeln. Die klare, lebendige Luft durchströmt den Körper, beruhigt das Herz und lässt die Unruhe des Alltags leise verklingen.
Doch es ist nicht nur der Wald als Ganzes, der auf uns wirkt. Jeder Baum trägt sein eigenes Wesen, seine eigene Heilkraft in sich – still, kraftvoll und seit uralten Zeiten mit uns verbunden. In diesem Video spreche ich darüber, wie wir uns dieser alten Weisheit wieder annähern können.
In der lebendigen Natur geschieht nichts, was nicht in einer Verbindung mit dem Ganzen stehe.
– Johann Wolfgang von Goethe
Der Wald als Ort der Heilung
Der von den Bäumen abgegebene Cocktail an flüchtigen Kohlenstoffverbindungen enthält sogenannte Phytonzide (α-Pinene, Isopren und viele andere antibiotisch wirkende ätherische Öle), durch welche die Pflanzen sich vor Pilz-, Bakterien- und Insektenbefall schützen. Inzwischen hat man um die 10.000 von Pflanzen ausgedünstete Terpene ausfindig gemacht. Wenn wir also durch den Wald spazieren, baden wir buchstäblich in einem Meer von Terpenen und Terpenoiden. Auch wenn wir viele davon nicht bewusst wahrnehmen, wirken sie dennoch auf uns. Diese Terpene sind empirisch und quantitativ über Urin- und Blutproben in unserem Körper messbar. Sie werden von der Lunge und der Haut aufgenommen.
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Schon nach einer halben Stunde wirkt ein Waldspaziergang positiv auf das Herz-Kreislauf-System; der Blutdruck wird niedriger und die Pulsfrequenz beruhigt sich. Professor Qing Li von der Nippon Medical School in Tokio konnte feststellen, dass in der Waldatmosphäre die Stresshormone Cortisol und Adrenalin im Blut nachhaltig gesenkt werden. Der Aufenthalt im Wald mindert Angst und Depression und wirkt dem Burn-out-Syndrom entgegen.
Professor Li konnte eine Zunahme der Anti-Krebs-Proteine im Blut messen. Schon ein Spaziergang im Wald erhöht die Abwehrzellen, die entartete Tumorzellen identifizieren und vernichten. Der Waldaufenthalt erhöht das Nebennierenrindenhormon Dehydroepiandrosteron (DHEA) und stärkt die Muskeln sowie die Elastizität der Gefäße.
Der Aufenthalt in der sauberen, sauerstoffreichen Waldluft lässt Kopfschmerzen und viele psychosomatische Beschwerden verschwinden. Der Waldspaziergang wirkt sympathikolytisch, er senkt die Sympathikus-Aktivität und steigert die des Parasympathikus, was Entspannung und Regenerierung bedeutet.
Das Innehalten und Entschleunigen in der Natur nennen die Japaner »Waldbaden« oder Shinrin-Yokū. Waldbaden bedeutet, mit sich selbst wieder in Einklang kommen, das Handy abschalten, barfuß über weichen Waldboden wandeln, Bäume umarmen, ihre Energie spüren; riechen, lauschen, bewundern und die Lebensenergie aufnehmen.
Tipp: Onlinekurs der Storl Akademie
In diesem Kurs nehme ich dich mit zu 13 wichtigen Baumarten unserer Breiten. Ich erzähle dir in ausführlichen Videos, wie du sie entdecken kannst und welche Heilwirkung sie besitzen. Mythologische Zusammenhänge vermitteln dir, wie tief unser Leben mit den Bäumen verankert ist. Die Welt ist unendlich viel weiter, magischer und göttlicher, als es uns der reduktionistische Zeitgeist vorgaukelt.
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