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Feuer und Rauch: Räuchertechniken zur Walpurgisnacht

Das Räuchern von Pflanzen begleitet die Menschheit seit Jahrtausenden. Die Zwecke des Räucherns sind sehr vielseitig: In allen Kulturen diente es heiligen Zwecken, aber auch ganz praktischen: etwa zur Reinigung von Körper und Geist, zur Heilung oder zum Fernhalten von bösen Geistern. Heute werden das alte Brauchtum und die damit verbundenen Räucherstoffe und Rituale wiederentdeckt.

Eine Nacht voller Magie

 

Die Walpurgisnacht, entführt uns in der Nacht vom 30. April zum 1. Mai in eine Welt voller Magie und Mystik. Tief verwurzelt in der europäischen Folklore, war diese Nacht ursprünglich mit heidnischen Fruchtbarkeitsriten verbunden und galt im Mittelalter als der magische Treffpunkt von Hexen und geheimnisvollen Wesen. Man vermutet, dass der Schleier zur Anderswelt in dieser Nacht besonders dünn sei. Heutzutage zelebriert man die Walpurgisnacht als ein farbenfrohes Fest, bei dem durch lebendige Feuer, ausgelassene Tänze und das traditionelle Räuchern der Winter ausgetrieben und der Sommer herzlich willkommen geheißen wird.

Der heutige gebräuchliche Name „Walpurgisnacht” leitet sich vom Gedenktag an Walburga ab, einer Äbtissin aus England.

Dem Waldmeister, der derzeit in den Wäldern zu finden ist, wird beim Räuchern eine segnende, anregende und glücksverheißende Wirkung zugeschrieben.

Waldmeister

Räuchermethoden und Techniken

Räucherkohle
Mit schnellzündender Räucherkohle haben wir keine reine Kohle vor uns, sondern eine Kohle, die mit dem Brandbeschleuniger Salpeter (Kaliumnitrat) versetzt wurde. Lieber verwenden wir japanische Räucherkohle. Da dauert es zwar länger, bis sie glüht – sie hat aber keinen beißenden Geruch wie die schnellzündende Kohle. Zum Entzünden ist es hilfreich, eine Kerze bei der Hand zu haben.

Schön ist es, getrocknete Räucherpflanzen bereitzuhalten, wenn ein Lagerfeuer entzündet wird. Wenn das Feuer dann heruntergebrannt ist, kann in der Glut geräuchert werden.

TIPP: getrocknete Heilpflanzen, die aus Vorjahren übriggeblieben sind, können so noch wunderbar verwendet werden.

Stövchen
Die erwärmten Kräuter und Harze entwickeln einen Duft, aber kaum Rauch. Wir empfinden das Erwärmen von Räucherstoffen am Stövchen nicht wirklich als „Räucherung“.

Räucherkegel sind eine schöne Alternative zu Räucherstäbchen

Räucherkegel/Räucherstäbchen
Ein besonderer Vorteil dieser Kräuterverarbeitungen ist die gleichmäßige Duftverteilung über einen längeren Zeitraum. Hier ist es sehr wichtig darauf zu achten, was jeweils an Inhaltsstoffen enthalten ist – das wird leider meist nicht vollständig deklariert.

Smudge Sticks
Von der Sommersonnwende bis Ende August/Mitte September (je nach Witterung) lassen sich wunderschöne Räuchersticks aus unseren Räucherkräutern herstellen. Besonders gut geht es mit Beifuß und Wermut.

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