Skip to content

Mein Gartenjahr – Der Lenzmonat März

Im März, dem Lenzing oder Frühlingsmond, wie er einst genannt wurde, steigt die Sonne vom Wassermann in die Fische. Am 21. überquert sie den Himmelsäquator. Nun siegt das Licht über die Dunkelheit – die Tage werden länger als die Nächte.

Die Natur erwacht. Es wird wärmer. Im Teich hinterm Haus brummen die Frösche und halten Hochzeit. Überall singen die Vögel. Jetzt sieht man am Wegrand blühen, wie kleine Sonnen, die Huflattiche auf kahlen Stängeln. Und mein Herz singt:

„Der Winter ist vergangen, es blüht der Maien Schein, Ich seh’ die Blümlein prangen, des ist mein Herz erfreut“

Übersetzung des Volksliedforschers Franz Magnus Böhme 1877

Das Gartenjahr beginnt

Nun, da die Wiesen zögerlich zu grünen anfangen, beginnt das eigentliche Gärtnerjahr.

Der traditionelle Stichtag dafür ist der Tag der l7. März: „Gertrud mit der Maus, treibt die Spinnerinnen aus“ – und zwar aus der Stube in den Garten. Die beliebte christliche Heilige, eine umfunktionierte heidnische Frühlingsgöttin, galt als „die erste Gärtnerin“ und Sommerbraut. Auch wenn die Nächte noch recht kalt sind, tut man ihr es nach und beginnt nun mit der Aussaat der kältebeständigen Gemüse. Sollte sich die Gertrude gar unfreundlich zeigen, dann hält der März einen weiteren Gärtnerheiligen bereit: Es ist „der Benedikt, der den Garten schmückt“. Das ist übrigens ein guter Termin die Sommerzwiebeln zu stecken, denn „St. Benedikt mach die Zwiebeln dick.“  Für die Iren ist der 17. März der Tag ihres Nationalheiligen, des heiligen Patrick; an diesem Tag werden in Irland und auch vielerorts in Amerika die ersten Kartoffeln gepflanzt.

Vor jedem Einsäen oder Pflanzen – ob im Frühling oder auch im Sommer für die Nachkultur – messe ich die Beete genau aus: Sie dürfen nicht zu breit sein, damit man von den Wegen aus gut alle Stellen im Beet erreichten kann.

Das Gartenjahr beginnt

Bei uns können Puffbohnen (Favabohnen) und Erbsen, Zwiebeln und Schalotten gesteckt werden, Lauch- oder Porree- Setzlinge werden gepflanzt. Auch Topinambur, Japanischer Knollenziest und mehrjährige Stauden wie Meerrettich, Kermesbeere, Rhabarber und Beinwell können gesetzt werden .Ungefähr eine halbe Stunde vor dem Auspflanzen sollte man sie gut gießen, und zwar mit einer Gießkanne mit Brause. So bleibt die Erde an den empfindlichen Würzelchen haften und fällt beim Umpflanzen nicht ab. Auch nach dem Einsetzen bekommen die Setzlinge einen guten Schluck Wasser.

Literaturtipp Mein Gartenkalender 2025

In meinem Gartenkalender begleitet ihr mich und meine Gedanken zu den Jahreszeiten durch das Gartenjahr. Die monatlichen Texte und Anweisungen bieten Hilfe und Rat und orientieren sich am phänologischen Kalender, dessen Grundlage das Entwicklungsstadium der Natur ist. Jetzt mit persönlicher Signatur bestellen ✍️

Products not found

Was Du jetzt tun kannst:

Frühbeet

Wer dicke Erbsen und Möhren will essen
Darf St. Gertrud (17. März) nicht vergessen.

3 Dinge für den Garten im März

Bleib auf dem Laufenden!

Wolf-Dieters Newsletter abonnieren

Geschichten, Neuigkeiten und Tipps von Wolf-Dieter Storl und der Storl Akademie

Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut.
Deine Anmeldung war erfolgreich.
0 ausgewählt
/

Mehr Artikel entdecken

Birke

Das Fest der Brigit oder Birgit – Eine Zeit der Reinigung

In den mondlichten Nächten des Februars, wenn die Sonne in den Wassermann tritt, die Lämmer geboren werden und das Eis zögerlich zu schmelzen beginnt, findet das Reich des Schwarzen Gottes und seiner Gefährtin Morrigane sein Ende. Das Götterpaar verwandelt sich.
Weiterlesen →
Huflattich (Tussilago)

Die Wiederentdeckung der Heilpflanzenkunde

Allein sich die Zeit zu nehmen, die Blüten und Blattmuster anzuschauen, tut der Seele gut. Und was der Seele gut tut, das hat auch eine heilende Wirkung auf uns. Der Gebrauch von Kräutern, Blüten und Wurzeln als Heilmittel geht weit zurück. Noch ehe der Mensch zum Homo sapiens wurde, haben die Frühmenschen sich mit Pflanzen geheilt.
Weiterlesen →
Alpen Hochnebel Sonnenuntergang

Vom Wahrnehmen jenseits des Messbaren

Tatsächlich ist das eine wichtige Frage in der heutigen Zeit. Wegen Stress, Elektrifizierung und Dauerunterhaltung nehmen wir kaum mehr die feinstofflichen, seelischen und geistigen Tiefen der Natur, wie auch die unseres Daseins, wahr. Wir leben in einer Zeit, in der die offiziellen Religionen eher dekadent und bestenfalls zu Wohlfahrtsinstitutionen verkommen sind, und in der viele fragwürdige Sekten und Ideologien den verwirrten Menschenseelen verführerisches, spirituelles Junk-Food anbieten.
Weiterlesen →
Birke

Das Fest der Brigit oder Birgit – Eine Zeit der Reinigung

In den mondlichten Nächten des Februars, wenn die Sonne in den Wassermann tritt, die Lämmer geboren werden und das Eis zögerlich zu schmelzen beginnt, findet das Reich des Schwarzen Gottes und seiner Gefährtin Morrigane sein Ende. Das Götterpaar verwandelt sich.
Weiterlesen →
Huflattich (Tussilago)

Die Wiederentdeckung der Heilpflanzenkunde

Allein sich die Zeit zu nehmen, die Blüten und Blattmuster anzuschauen, tut der Seele gut. Und was der Seele gut tut, das hat auch eine heilende Wirkung auf uns. Der Gebrauch von Kräutern, Blüten und Wurzeln als Heilmittel geht weit zurück. Noch ehe der Mensch zum Homo sapiens wurde, haben die Frühmenschen sich mit Pflanzen geheilt.
Weiterlesen →
Was sagst du dazu?

Diskussion

Kommentar

  1. Freue mich auf Information. –

  2. Danke Wolf Dieter storle für all die wertvollen Geschichten.
    Einer der erzählt was er wirklich erlebt hat. Das freut mein Herz.


Kommentare sind für diesen Artikel geschlossen!

Online lernen
Anmeldung bis zum 30.4.2026 offen.