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Wolf-Dieter Storl

Ostergrüße 2017

Es scheint so, als ob all die zeitsparenden Maschinen, die unsere Zauberlehrlinge erfunden haben, das Hamsterrad, in dem wir Menschen uns abhetzen, nur noch schneller drehen lassen. Derweil wir hasten, kleidet sich die Birke in helles Grün, auf den Wiesen leuchten die Löwenzähne wie goldene Sonnen, und zart-ätherisch blüht das rosafarbene Wiesenschaumkraut; Butterblumen glänzen beim Bach, Vögel jubilieren, Bienen summen im Weißdorn und Hummeln brummen beim Nektarsaugen in blauen Günsel- und purpurnen Gundermannblüten. Sollte man da nicht anhalten, die Elektronik mal abschalten, die Frühlingsluft tief einatmen, die Schuhe ausziehen und barfuß laufen, und die Schönheit bewundern und besingen?

Die erwachenden Pflanzen nehmen unseren Gesang und unsere Bewunderung wirklich wahr; unsere Freude und Staunen ist Nahrung für „das grüne Volk“. Und sie danken es uns, nicht nur indem sie besser wachsen und gedeihen, sondern auch, indem sie uns heilende Kräfte zukommen lassen, indem sie unsere Seele fröhlicher machen und unserem Geist helfen wieder zur Mitte zu finden.

Auch wenn man in der Großstadt lebt, kann man ganz bewusst immer wieder für einen Moment innehalten und es dem Gänseblümchen oder der Biene in der Blume erlauben, heilende Bilder in unsere Seelen hinein zu zaubern.

Die Osterzeit ist ein gesegnetes „morphogenetisches Feld“, das unsere Vorfahren einst mit Flurumgängen, frischen Grün, Blumen und bunt gefärbten Ostereiern feierten. Es ist die Zeit in der die lichtvolle Göttin Ostara über die Erde wandelt; die Zeit, in der die Sonne drei Freudensprünge macht und die Welt sich wieder erneuert; die Zeit in der fromme Christenmenschen die Auferstehung des Heilands – dem Licht der Welt – feierten.

Die Karwoche wäre also eine gute Zeit, die Geschwindigkeit zu drosseln und mit Hilfe der erwachenden Natur wieder zu sich selbst zu finden.

Frühlings- und Unkräuter: www.youtube.com/watch?v=9oftKQT2gEU

Frühlings- und Unkräuter

„Unkraut!“ Nein, wie kannst du das Unwort überhaupt in den Mund nehmen? Du hast doch immer davon geredet, dass Pflanzen besondere Wesen sind, dass das Leben auf der Erde ohne sie gar nicht möglich wäre; sie nähren uns, heilen uns und geben uns sogar die Luft, den Sauerstoff, zum Atmen. Du hast ja geschrieben das man sogar mit ihnen reden und kommunizieren kann, das sie etwas wie einen Geist oder Seele haben und nicht auf bloße Botanik reduziert werden können.

So wies mich eine gute Bekannte, die gerne Engelbücher liest und sich Mühe gab ihre Umwelt mit positiven Gedanken zu beglücken, enttäuscht zurück. Ich vermochte auch nicht zu widersprechen. Es stimmte was sie sagte. Und dennoch bleibe ich dabei, einige der kraftstrotzenden Gewächse, die im Gemüsegarten die Reihen mit frischen aufkeimten Möhren, Pastinaken oder Rote Beete überwuchern und bedrängen, mit dem Unwort zu bezeichnen.

Wenn sie sich nicht vordrängeln und mir die Aussicht auf Erntefreunde vermiesen, dann stören sie mich nicht die Begleitkräuter. Im Gegenteil, ich mag sie- nein, besser gesagt ich liebe sie geradezu, liebe ihre oft unbekannte Schönheit, liebe ihre potentielle Heilkraft, ihren Geschmack als Wildgemüse oder Würze, liebe die Geschichten die sie umranken und die sie erzählen können. Um diese Begleitkräuter geht es auch in meinen Vorträgen "Unsere heimischen Frühlingskräuter".

Gerne möchte ich euch einladen und euch die Geschichten und Heilkräfte der Unkräuter näher bringen!

Pflanzen umgeben uns, still und unaufdringlich verweilen sie im Hintergrund – wir nehmen sie nur am Rande wahr. Es bedarf eines Fingerzeigs und des nennenden Wortes, um sie hervorzuheben; den liebenden Blick, die Erinnerung, die Sage, das Märchen und die Anekdote, um sie in den Mittelpunkt des Bewusstseins zu rücken. Und dort, in der Mitte, leuchten sie und offenbaren ihre Geheimnisse. So können sie für uns ein Tor zu den feinsinnlichen, spirituellen Dimensionen sein.

Jetzt im Frühjahr, wo die Natur erwacht, wollen wir die Pflanzen, die auf der Wiese, im Wald und rund ums Haus sprießen, wachsen und blühen, auf diese Weise kennenlernen.

Zu Ostern gibt es bei uns für alle Frühlingsvorträge einen Gutschein mit 15% Ermäßigung! Einfach froheostern an der Kasse eingeben (gültig bis zum 18. April).

Hier die Termine der Vorträge:

Was bedeutet interaktiver Vortrag?

Ein interaktiver Vortrag ist eine Art Halbtages-Workshop: Um die Pflanzen mit allen Sinnen kennenzulernen bringen wir frische Frühlingskräuter mit - zum Ansehen, Fühlen, Riechen und Schmecken. Ihr seid eingeladen auch eigene Kräuter mitzubringen und könnt jederzeit Fragen stellen.

Religionen und Weltbilder: www.youtu.be/vpRmsJO_9xU

Religionen und Weltenbilder

Pflanzengeister, Pflanzen-Devas, Naturgeister, Elfen, Götter – was meinen wir damit?

Sind das nur, wie heutige Philosophen (wie etwa Yuval Harari) behaupten, Produkte der menschlichen Fantasie, die es in Wirklichkeit nicht gibt? „Kulturelle Konstruktionen“, die erfunden, weitererzählt und geglaubt werden, um die Menschen zu beherrschen und gefügig zu machen? Sind es mentale Projektionen auf eine seelenlose Welt, die durch Zufall entstanden ist und die vor allem aus Materie und Energie besteht?

Oder haben wir es mit echten Wahrnehmungen zu tun? Wahrnehmungen von Wesenheiten, die sich nicht auf wissenschaftliche analytische Daten reduzieren lassen, aber dennoch Teil des Seins sind, und die die Natur und unsere Welt beseelen, beeinflussen und tragen? Wesenheiten, die sich gelegentlich in der Tiefenmeditation, im Traum, in der Vision oder in der Ekstase offenbaren und die wir unserem Verstand zugänglich machen, indem wir ihnen eine kulturspezifische Gestalt geben?

Das sind fundamentale Fragen. Sie sind schicksalsträchtig und führen uns hinein in den Bereich der Religionen und Weltbilder. In der gegenwärtigen Zeit, in der überlieferte Weltbilder zusammenbrechen und vieles – vom Erbgut (Genmanipulation) bis zur hin zur Kultur (Massenmigration, Massenmedien, Globalisierung) – durcheinandergewirbelt wird und die Menschen ihre Bodenhaftung und ihren Naturbezug verlieren, ist es wichtig sich damit auseinander zu setzen.

Was mir, als Weltenwanderer und Kulturanthropologe, die Naturvölker, die Indianer, die Inder und die Himalaja-Völker erzählt haben, hat mir manche Türen geöffnet. Die Beschäftigung mit unseren Ahnen (den alteuropäischen Waldvölkern und den Bauern), und mit den Pflanzen selber, hat mir Dinge gezeigt, die man nicht einfach nach-googeln kann.

Dieses Seminar soll ein freier (und befreiender) Austausch sein. Pflanzenmeditationen sind, nach Wunsch, auch mit dabei.

Weitere Informationen und Anmeldung zum Seminar

Wunderschön eingebettet zwischen Wald, Wiesen und Bodensee bietet dieses Seminar Zeit für Erholung und die großen Fragen des Lebens. Ihr taucht, am Ort der Begegnung Schloss Glarisegg, tiefer in Weltbilder verschiedener Naturvölker und Kulturen ein.

Die Nachmittage verbringen wir mit Meditationen und Naturbetrachtungen und abends erzählen wir Geschichten oder machen Musik am Lagerfeuer.

Termin: 17. - 21. Juli 2017
Ort: Schloss Glarisegg am Bodensee (Schweiz)
Preis: Seminargebühr regulär 590,- CHF / 560,- €
Seminargebühr ermäßigt 490,- CHF / 460,- € (Studenten, Arbeitslose, bis 28 J.)
E-Mail: [email protected]

Seminarprogramm und weitere Bilder

Bitte gebt bei der Anmeldung Name, Adresse und Telefonnummer an. Nach unserer Anmeldebestätigung, kann die Unterkunft im Seminarhaus Schloss Glarisegg gebucht werden.

Für alle Workaholics noch ein kleines Goethe-Zitat:

Mein Rat ist daher,
nichts zu forcieren
und alle unproduktiven Tage und Stunden
lieber zu vertändeln und zu verschlafen,
als an solchen Tagen etwas machen zu wollen,
woran man später keine Freude hat

Frohe Ostern,

Euer Wolf-Dieter

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